Über uns
Der NIR
Der Niedersächsische Integrationsrat (NIR) ist seit 1984 die landesweite Interessenvertretung kommunaler Integrations- und Migrationsgremien in Niedersachsen. Er ist parteipolitisch unabhängig und setzt sich für gleichberechtigte gesellschaftliche und politische Teilhabe sowie den Abbau struktureller Benachteiligungen ein.
Sein besonderes Merkmal ist die demokratische Verankerung in den Kommunen: Die Mitglieder des NIR sind kommunale Integrations- und Migrationsräte sowie entsprechende Ausschüsse, die Delegierte in den Landesverband entsenden. Damit bringt der NIR die Perspektiven und Erfahrungen aus der kommunalen politischen Beteiligung unmittelbar in landespolitische Entscheidungsprozesse ein.
Als Bindeglied zwischen Kommunen, Landespolitik und Verwaltung vertritt der NIR die Interessen von Menschen mit Migrationsbiografien, nimmt Stellung zu politischen und gesetzlichen Vorhaben und setzt sich für verbindliche Beteiligungsrechte und eine diskriminierungsfreie Gesellschaft ein.
Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben, politische Entscheidungen mitgestalten und frei von Diskriminierung leben können. Dafür stärken wir die politische Beteiligung von Menschen mit Migrationsbiografien und setzen uns für verbindliche Mitwirkungsrechte ein.
Der NIR bringt die Anliegen kommunaler Integrations- und Migrationsgremien in die Landespolitik ein. Wir verbinden politische Interessenvertretung mit fachlichem Austausch und der Stärkung demokratischer Beteiligung vor Ort.
Politische Interessenvertretung
Wir vertreten die politischen und gesellschaftlichen Interessen von Menschen mit Migrationsbiografien gegenüber Landespolitik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Wir nehmen Stellung zu Gesetzesvorhaben, entwickeln politische Forderungen und setzen uns für verbindliche Beteiligungsrechte, Chancengerechtigkeit und den Abbau struktureller Diskriminierung ein.
Netzwerk & Dialog
Wir vernetzen kommunale Integrations- und Migrationsgremien mit politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Mit landesweiten Fachtagungen und Veranstaltungen schaffen wir Raum für fachlichen Austausch, unterschiedliche Perspektiven und die gemeinsame Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen.
Professionalisierung & Stärkung
Wir stärken die politische Handlungsfähigkeit unserer Mitgliedsgremien und ihrer ehrenamtlichen Delegierten durch Beratung, Qualifizierung und Vernetzung. Wir unterstützen Kommunen beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung demokratischer Beteiligungsstrukturen und setzen uns dafür ein, dass kommunale Integrations- und Migrationsgremien wirksam an politischen Entscheidungen mitwirken können.
- Politische Partizipation und demokratische Mitbestimmung: Stärkung kommunaler Integrations- und Migrationsräte sowie verbindliche Beteiligungsrechte auf kommunaler und Landesebene.
- Gesetzliche Grundlagen gleichberechtigter Teilhabe: Begleitung des Niedersächsischen Partizipations- und Teilhabegesetzes (NPuTG) und Einsatz für ein Landesantidiskriminierungsgesetz.
- Antidiskriminierung und institutioneller Rassismus: Abbau struktureller Benachteiligungen, wirksamer Diskriminierungsschutz und Umsetzung des Landesaktionsplans gegen Rassismus.
- Bildung und Chancengerechtigkeit: Gleichberechtigter Zugang zu Bildung, diskriminierungsfreie Bildungsinstitutionen und Anerkennung von Qualifikationen.
- Arbeit und soziale Teilhabe: Faire Arbeitsbedingungen, Schutz vor Ausbeutung und gleichberechtigter Zugang zum Arbeitsmarkt.
- Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt: Bekämpfung von Rechtsextremismus, Ausgrenzung und menschenfeindlichen Einstellungen.
- Erinnerungskultur und historische Verantwortung: Vielfältige Perspektiven auf die nationalsozialistische Verfolgung, Kolonialgeschichte und deren Auswirkungen auf die Gegenwart.
Der Niedersächsische Integrationsrat bringt die Perspektiven und politischen Forderungen kommunaler Integrations- und Migrationsgremien in landesweite Beratungs- und Entscheidungsprozesse ein.
Durch seine Mitwirkung in Gremien, Fachnetzwerken und politischen Arbeitsgruppen beteiligt sich der NIR an der Gestaltung landespolitischer Entwicklungen. Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationsbiografien zu stärken, strukturelle Benachteiligungen abzubauen und kommunale Erfahrungen in politische Entscheidungen einzubringen.
Der NIR wirkt unter anderem in folgenden Gremien und Netzwerken mit:
- Kommission für Migration und Teilhabe des Niedersächsischen Landtages
- Niedersächsischer Landesschulbeirat
- Rundfunkrat des NDR
- Niedersächsischer Landesfrauenrat
- Landespräventionsrat Niedersachsen
- Netzwerk Kooperative Migrationsarbeit
- Härtefallkommission Niedersachsen
- Kompetenznetzwerk Chancengleichheit und Migration
Vorstand
Der ehrenamtliche Vorstand des Niedersächsischen Integrationsrates wird von seiner Plenarversammlung gewählt. Er verantwortet die politische und strategische Ausrichtung des Verbandes und vertritt dessen Interessen gegenüber Landespolitik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Grundlage seiner Arbeit sind die Satzung, die Beschlüsse der Plenarversammlung sowie die politischen Anliegen der kommunalen Mitgliedsgremien. Gemeinsam mit der Geschäftsstelle sorgt der Vorstand dafür, dass diese Anliegen in landespolitische Prozesse eingebracht und die Beschlüsse des Verbandes umgesetzt werden.
Aufgaben des Vorstands
- Politische und strategische Ausrichtung des Verbandes
- Interessenvertretung gegenüber Landespolitik, Verwaltung und Öffentlichkeit
- Entwicklung und Abstimmung politischer Positionen und Stellungnahmen
- Vertretung des NIR in landesweiten Gremien und Netzwerken
- Umsetzung der Beschlüsse der Plenarversammlung in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle
Mitglieder
Die Stärke des Niedersächsischen Integrationsrates liegt in seiner demokratischen Verankerung in den Kommunen. Seine Mitglieder sind kommunale Integrations- und Migrationsräte sowie entsprechende Ausschüsse aus Städten, Gemeinden und Landkreisen in Niedersachsen.
Die Mitgliedsgremien entsenden Delegierte und Stellvertretungen in die Plenarversammlung des NIR. Dort bringen sie die politischen Anliegen und Erfahrungen ihrer Kommunen ein, beraten gemeinsame Positionen und entscheiden über die Ausrichtung der Verbandsarbeit.
Die Delegierten engagieren sich ehrenamtlich. Durch ihre Mitwirkung verbindet der NIR kommunale Beteiligungsstrukturen mit der Landespolitik und stärkt die gemeinsame politische Interessenvertretung.
Integrations(bei)räte
- Bad Pyrmont
- Delmenhorst
- Emden
- Garbsen
- Göttingen
- Langenhagen
- Lüneburg (Stadt und Landkreis)
- Wunstorf
- Weyhe
- Salzgitter
- Wilhelmshaven
- Artland
Integrations- und Migrationsausschüsse
- Northeim
- Osnabrück
- Oldenburg
- Stadt Hildesheim
- Landkreis Hildesheim
- Landkreis Holzminden
- Landkreis Hameln-Pyrmont
- Braunschweig
Internationaler Ausschuss
- Hannover
Sie möchten Mitglied werden?
Der NIR unterstützt kommunale Integrations- und Migrationsgremien bei der Vernetzung und politischen Interessenvertretung auf Landesebene. Wir beraten außerdem Kommunen und Engagierte, die neue Beteiligungsstrukturen aufbauen oder bestehende Gremien weiterentwickeln möchten.
Bei Fragen zur Mitgliedschaft oder zur Gründung eines kommunalen Integrations- oder Migrationsgremiums wenden Sie sich gerne an unsere Geschäftsstelle.
geschaeftsstelle@nir-nds.de | Telefon: 0511 270 022 58
Geschäftsstelle
Geschäftsstelle
Über Stephanie Schünemann
Der Steckbrief folgt in Kürze.
geschaeftsstelle@nir-nds.deVoltmerstraße 41, 30165 Hannover
Die Geschäftsstelle ist die zentrale Anlaufstelle des Niedersächsischen Integrationsrates für Mitgliedsgremien, Politik, Verwaltung, Medien und Öffentlichkeit.
Sie unterstützt den ehrenamtlichen Vorstand bei der Umsetzung seiner politischen und strategischen Aufgaben, koordiniert die Verbandsarbeit und begleitet die fachliche und organisatorische Zusammenarbeit mit den kommunalen Mitgliedsgremien.
Aufgaben der Geschäftsstelle
- Organisatorische und fachliche Unterstützung des Vorstands und der Delegierten
- Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung der Plenarsitzungen und Beschlüsse
- Koordination von Fachtagungen, Veranstaltungen und Qualifizierungsangeboten
- Fachliche Zuarbeit bei Stellungnahmen, politischen Positionen und Veröffentlichungen
- Kommunikation und Vernetzung mit Landespolitik, Verwaltung, Mitgliedsgremien und zivilgesellschaftlichen Organisationen
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
- Administrative und finanzielle Organisation der Verbandsarbeit
Geschichte
Seit 1984 - kommunal verwurzelt, landesweit engagiert.
Der Niedersächsische Integrationsrat (NIR) ist der älteste landesweite Dachverband kommunaler Integrationsgremien in Niedersachsen. Seine Geschichte ist eng mit dem Engagement von Menschen verbunden, die sich für politische Beteiligung, Gleichberechtigung und demokratische Mitgestaltung eingesetzt haben.
Gründung 1984
Der NIR entstand 1984 aus dem Zusammenschluss kommunaler Interessenvertretungen der zugewanderten Bevölkerung in Niedersachsen. Ziel war es, die Anliegen der Menschen vor Ort über kommunale Grenzen hinweg zu bündeln und ihnen auf Landesebene politisches Gewicht zu verleihen.
Von Beginn an war der Verband parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Sein Fundament bildete das ehrenamtliche Engagement in den Kommunen.
Kommunale Beteiligung und rechtliche Rahmenbedingungen
Kommunale Integrations- und Migrationsgremien schaffen Möglichkeiten, politische Anliegen in die Arbeit von Städten, Gemeinden und Landkreisen einzubringen.
Ihre rechtliche Ausgestaltung und ihre Mitwirkungsrechte unterscheiden sich jedoch von Kommune zu Kommune. Der NIR setzt sich deshalb für verbindliche gesetzliche Grundlagen, eine verlässliche Ausstattung und wirksame Beteiligungsrechte ein.
Vom Ehrenamt zur Landesvertretung
Aus dem Zusammenschluss ehrenamtlich engagierter kommunaler Gremien entwickelte sich eine landesweite politische Interessenvertretung mit eigener Geschäftsstelle in Hannover.
Der NIR verbindet die Erfahrungen und politischen Forderungen seiner Mitgliedsgremien und bringt sie in landespolitische Beratungen, Gesetzgebungsverfahren und gesellschaftliche Debatten ein.
Heute
Heute vertritt der NIR die gemeinsamen Interessen seiner kommunalen Mitgliedsgremien gegenüber Landespolitik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Im Mittelpunkt steht die Stärkung demokratischer Beteiligung, gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe und der Abbau struktureller Diskriminierung.
Der NIR begleitet politische und gesetzliche Entwicklungen, erarbeitet Stellungnahmen, wirkt in Landesgremien mit und fördert durch Fachtagungen und Vernetzung den Austausch zwischen Kommunen und Landespolitik.
Fragen an den NIR?
Wir freuen uns über den Austausch mit Politik, Verwaltung, Mitgliedern und Presse.